Eskrima - Kali - Arnis

Judo – Siegen durch Nachgeben

Judo - Beherrschung von Körper und Geist

JUDO wird seit 1979 im Judo-Sportverein Markdorf angeboten. Derzeit werden Trainingsangebote für Kinder ab 5 Jahren, für Jugendliche, bis hin zu einem reinen Breitensporttraining für Erwachsene angeboten.
Der Verein verfügt über einen eigenen Trainingsraum der mit Judomatten ausgelegt ist.

Die Beherrschung von Körper und Geist, ist eine faszinierende, olympische Kampfsportart für alle. Judo steht für den Begriff des “sanften Wegs” und bedeutet so viel wie “Siegen durch Nachgeben”.

Die Geschichte des modernen Judo beginnt mit Erwin Bälz (1849 – 1913), der 1876 nach Japan kam. Er arbeitete zunächst an der Universität Tokyo und wurde später Leibarzt des Tenno. Er entdeckte die fast verschwundene Zweikampfart wieder und regte seine Studenten an, sich damit zu befassen. Einer seiner Studenten war Jigoro Kano (1860 – 1938). Jigoro wurde von Erwin Bälz mit Ju-Jutsu bekannt gemacht, und studierte diese Sportart an drei verschiedenen Schulen. Jigoro Kano entwickelte daraus das System “Kodokan-Judo”.

Dies bedeutet:
Eliminierung gefährlicher Techniken und Systematisierung der effektivsten Techniken aus den drei Schulen.

Das Judotraining beinhaltet Fallschule, Wurf- und Bodentechniken, Hebel- und Würgetechniken, Wettkampftraining sowie Fitness- und Entspannungsübungen.

Im Judo gibt es zwei grundlegende Prinzipien:

Sei-Ryoku-Zen-yo – technisches Prinzip

Umschrieben werden kann es mit „bester Einsatz von Geist und Körper“ oder „bester Einsatz der vorhandenen Kräfte“. Für das Judotraining bedeutet dies:

  • Ausnutzen der Bewegung des Gegners und des eigenen Schwungs,
  • Anwenden der Hebelgesetze,
  • Brechen des gegnerischen Gleichgewichts,
  • das eigene Gewicht mehr einsetzen als die eigene Kraft,
  • den Gegner studieren und Schwachpunkte nutzen.

Ji-Tai-Kyo-Ei – moralisches Prinzip

Umschrieben werden kann es mit „gegenseitige Hilfe für den wechselseitigen Fortschritt und das beiderseitige Wohlergehen“. Für das Judotraining bedeutet dies:

  • Tori (der Ausführende) kontrolliert das Fallen von Uke (der Passive),
  • Uke schlägt bei Würge- und/oder Hebeltechniken rechtzeitig ab und Tori beendet daraufhin die Technik sofort, alle Übenden trainieren miteinander und kein Partner wird zum Üben abgelehnt,
  • beim Üben von Judotechniken und beim Randori (Übungskampf) wird Rücksicht auf Alter, Geschlecht, körperliche und technische Entwicklung des Partners genommen und wechselseitige Erfolgserlebnisse ermöglicht werden,
  • jeder Übende ist bereit, für sein Handeln und für die Gruppe Verantwortung zu übernehmen.

News:

  • stadtfest-2017-in-markdorf

Stadtfest 2017

Unsere Vorstellung am Stadtfest in Markdorf 2017 fand bei schönstem Wetter statt. Die Abteilungen Judo und Eskrima präsentierten Ihre Jugendarbeit und diverse Techniken zur Selbstverteidigung.

Weitere Video-Tutorials Judo

Ein Probetraining ist jederzeit ohne Anmeldung möglich. Trainingshose und T-Shirt reicht.

Trainingszeiten:

Dienstag / Neue Halle Gymnastikraum (gerade Woche):
17:30 – 18:30 Uhr Kinder
18:30 – 20:00 Uhr Jugendliche

 

Mittwoch / Neue Halle Gymnastikraum (gerade Woche):
17:30 – 18:45 Uhr Kinder
18:45 – 20:00 Uhr Jugendliche

Mittwoch / Neue Halle 1. Hallendrittel (ungerade Woche):
18:30 – 19:30 Uhr Kinder
19:30 – 20:30 Uhr Jugendliche

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<h2>Oliver Stauß</h2>
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Oliver Stauß

Cheftrainer | 01 76 - 41 09 37 71

1. Dan Judo
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<h2>Gerhard Droullier</h2>
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Gerhard Droullier

Jugendtrainer | 01 52 / 32 05 44 81

1. Dan Judo
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<h2>Manuel Klostermann</h2>
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Manuel Klostermann

Co-Trainer

1. Kyu

Judo-Training & Disziplin

Judo ist keine Sportart, bei der Erfolge durch pure Gewalt und Kraft errungen werden. Hierbei wird „Siegen durch Nachgeben“ gelehrt, d.h. praktisch:

  • Die Bewegung des Gegners ausnutzen
  • Den eigenen Schwung, Gewicht und Kraft optimal einsetzen
  • Anwenden der Hebelgesetze
  • Schwachpunkte des Gegners suchen und für sich selber
  • Höflichkeit und Respekt gegenüber dem Gegner
  • Auf das Wohlergehen des Partners jederzeit zu achten.

Beim Üben und Trainieren mit dem Partner ist auf Alter, Geschlecht, körperliche und technische Entwicklung Rücksicht zu nehmen.

Die Trainingsfläche, so auch die Wettkampffläche, besteht aus Matten, die sogenannte Tatami. Die Tatami wird immer barfuss betreten.

Alle Judoka verbeugen sich vor und nach dem Training. Dabei kommen sie zur Ruhe, sie zollen dem Meister, den mitübenden Judoka und dem Leben gegenüber ihren Respekt und signalisieren damit außerdem die Judo-Regeln zu beachten.

Wie bei jeder Sportart ist es natürlich auch beim Judo wichtig, sich erst einmal aufzuwärmen. Das geschieht durch geeignete Übungen oder Aufwärmspiele – allein oder mit einem Partner.

Je nach Altersklasse, individueller Leistungsbereitschaft und Gruppeneinteilung (von der Anfängergruppe bis zum Leistungssport) wird anschließend auf unterschiedliche Ziele hin trainiert. Diese können z.B. sein:

  • Erlernen neuer Techniken
  • Vorbereitung auf Gürtelprüfungen
  • Wettkampftraining
  • Judo-Selbstverteidigung
  • Kata

Ausgehend von den Zielsetzungen ergeben sich die theoretischen und praktischen Trainingsinhalte, die – wie die folgenden Beispiele zeigen – sehr unterschiedliche aussehen können:

  • Grundfassart
    Die Grundfassart (Kumi-kata) wird grob in zwei Fassarten unterschieden, die linke und die rechte. Bei der rechten Fassart befindet sich die rechte Hand des Agierenden am Revers/Kragen und die linke Hand am Ärmel des Gegners (linke Fassart umgekehrt).
  • Falltechniken
    Es wird erlernt, wie man sich beim geworfen werden bzw. Hinfallen nicht verletzt. Grundtechniken sind die Fallübungen vorwärts, rückwärts und seitwärts. Hierbei wird so abgerollt, dass der Schwung, der zu Verletzungen führen kann, mit den Armen abgefangen wird.
  • Ansetzen von Griffen
  • Eindrehen zu einem Wurf
  • Wurftechniken
    Die Wurftechniken werden in vier Gruppen einkategorisiert:
    Fuß- und Beinwürfe (Ashi-waza), Hüftwürfe (Koshi-waza), Opferwürfe – hierbei „opfert“ der Werfende sein Gleichgewicht (Surtemi-waza) und Hand- bzw. Schulterwürfe (Te-waza). Grundsätzlich besteht jeder Wurf aus drei Teilen:
    Der Gleichgewichtsbrechung (Kutsushi), dem Eindrehen bzw. Ansetzen der Technik (Tsukuri) und dem Niederwurf (Kake).
    [Der Werfende wird als Tori bezeichnet, der Geworfene als Uke.]
  • Bodentechniken
    Die Bodentechniken werden in die Gruppen Festhaltegriffe (Osae-komi-waza), Würgegriffe (Shime-waza) und Hebel (Kansetsu-waza) eingeteilt.
  • Kontertechniken
  • Komplexaufgaben
  • Wettkampftechniken
  • Kata-Training usw.

Das Training wird mit der traditionellen Rei-Etikette (Gruß + Verbeugung) beendet.